Bessere Anbindung der Nordspitze und des Airports

Mit einem Antrag im Kreistag am 2. März 2017 wollen die Sozialdemokraten im Landkreis Kassel erneut Druck auf das Land Hessen ausüben, endlich eine bessere Anbindung der Nordspitze und des Airports zu planen.

„Wir begrüßen, dass die Ortsumfahrung Calden nun endlich gebaut wird, dies sei aber nur durch zähes Ringen der Region möglich geworden“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrike Gottschalck. Nach vielen Pleiten, Pech und Pannen der Landesregierung hätten erst Landrat Uwe Schmidt und regionale SPD-Abgeordnete die Finanzierung in Berlin mit 20 Millionen Euro auf den letzten Drücker (vor einer schwierigen neuen Priorisierung im Bundesverkehrswegeplan) sicherstellen können.

„Nun müssen endlich die Ortsumgehungen für Breuna kommen und diese müssen auch vom Land bezahlt werden. Das „unmoralische“ Angebot an die Gemeinde Breuna, zehn Millionen Euro für eine Landesstraße vorzufinanzieren, war von vornherein zum Scheitern verurteilt, so Gottschalck.“ Die SPD-Fraktion wolle daher den Kreisausschuss beauftragen, erneut beim Land Hessen eine sinnvolle Anbindung des Flughafens Kassel-Calden an die A 44 einzufordern und damit auch den Bürgerinnen und Bürgern der Nordspitze eine verbesserte Verkehrsanbindung bieten. Dafür seien die schnellstmögliche Realisierung der Ortsumgehungen für Breuna und Breuna-Oberlistingen unverzichtbar.

Die Option für eine ortsferne landschaftsschonende Nordspange sollte aus Sicht der Sozialdemokarten offengehalten werden, wohlwissend, dass dafür keine Straßenbaumittel zur Verfügung stehen.

Die von der CDU-Kreistagsfraktion wieder auf die Tagesordnung gesetzte Nordspange sei eine Maßnahme, die in den Kommunen höchst unterschiedlich bewertet werde. Bereits seit 2009 werde immer wieder diskutiert, ob diese Straße Sinn machen könnte. Der damalige hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) habe dann eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die nicht veröffentlicht, aber über die viel spekuliert wurde. Im Jahr 2013 erklärte er dann, dass die direkte Verbindung von der A7 zur A44 erledigt wäre. „Als Gründe wurden relativ geringe Verkehrs- und Entlastungswirkung der Trasse, unvorteilhafte Höhenverläufe, hoher baulicher Aufwand, Verlärmung von Siedlungsgebieten und kaum vertretbare Kosten für die Umsetzung bekannt.

„Diese Auffassung teilt offensichtlich auch die aktuelle schwarz/grüne Landesregierung. Denn die Nordspange wurde vom Land nicht für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet“, erläutert Gottschalck. Falls die CDU wirklich eine Nordspange wolle, müssten sie bei ihren Parteifreunden in Wiesbaden anklopfen, denn die Hessische Landesregierung ist der richtige Adressat.

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